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MERIAN - Namibia
Namibia: Gastlichkeit in der Wildnis An namibischen Familientischen die Anonymität des Touristen fallenlassen und viel über Menschen, Tiere, Land und Alltagsleben erfahren: Gästefarmen sind eine einmalige, wunderbare Alternative zu Hotel oder Pension. (Von Daniela Schetar)
Eine gespannte Stille hat sich der fröhlichen Abendgesellschaft bemächtigt; acht Augenpaare versuchen, die Dunkelheit jenseits der kerzenerleuchteten Terrasse zu durchdringen. Dort bewegt sich doch etwas! Vielleicht nur der kühlende Wind, der mit den Zweigen des Mopanebaumes spielt? Ganz langsam löst sich ein Schatten aus dem Busch-werk, kommt vorsichtig näher, bleibt stehen.
Die Luft ist rein! Majestätisch schreitet ein Gemsbock zum Rand des beleuchteten Wasserloches, sichert ein letztes Mal, beginnt zu trinken. Auf der Terrasse der Ombundja Wildlife Lodge klicken die Fotoapparate. Für das Verwalterehepaar der Gästefarm zwischen Outjo und Kamanjab auf dem Weg zum Etoscha-Nationalpark, sind derlei Szenen alltäglich. Unzählige Gemsböcke, Giraffen und Zebras haben sie an der Wasserstelle vor dem Haupthaus der Farm und auf dem 4500 Hektar großen Gelände schon beobachtet, haben ihren Gästen die Spuren von Leoparden und Schakalen gezeigt und Jäger auf der Pirsch begleitet. Und dennoch ist die Begegnung mit dem Wild auch für sie immer wieder aufregend. Heute sind sechs Reisende auf Ombundja zu Gast: ein Ehepaar aus der Schweiz, zwei Geschäftsleute aus Grootfontein und wir.
Zum Abendessen gibt's Kudu-Steaks vom Grill. Braii, die Geselligkeit am Fleischrost über offenem Feuer, ist geradezu eine nationale Leidenschaft der Namibier. Alles, angefangen beim Fleisch, über Milch, Butter, Brot bis hin zum Salat stammt von der Farm. Ombundja kann sich und seine Besucher problemlos selbst versorgen. [Presse] [Seite 2] |
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